Umweltaudit

 

Seit Sommer 2003 ist unsere Kirchengemeinde nach dem europaweit gültigen "EMAS"-Zertifikat und nach dem Umweltzertifikat der Evang. Landeskirche in Württemberg "Grüner Gockel" zertifiziert. Es ist uns wichtig, uns möglichst schöpfungsgerecht und sozial verträglich zu verhalten, denn dazu sind wir als Christen aufgerufen.

 

Damit es zu dieser Zertifizierung kommen konnte, hat sich ein engagiertes Team unserer Kirchengemeinde bereits lange im Vorfeld Umweltleitlinien erstellt und sorgt nun für deren schrittweise Umsetzung.

 

 

Die Umwelterklärung der Evang. Kirchengemeinde Gaildorf im PDF-Format kann hier als PDF heruntergeladen werden.

 

 

Bericht aus der Rundschau zur Revalidierung des "Grünen Gockels" am 12. November 2006:

 

Ein „Grüner Gockel“ für einen Haufen Arbeit

 

UMWELT/EMAS-Zertifikat für die Evangelische Kirchengemeinde Gaildorf

 

Für ihr Bestreben, umweltbewusst zu handeln, ist die Evangelische Kirchengemeinde Gaildorf wiederholt und doppelt ausgezeichnet worden. Sie erhielt für ihr „Öko-Audit“ das Zertifikat von Landeskirche und Europäischer Union.

 

GAILDORF – Unauffällig aber konsequent befasst sich ein rühriges Team innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde mit dem Umweltmanagement gemäß den Richtlinien von EMAS (Environmental Management and Audit Scheme).

 

Die Württembergische Landeskirche hat sich diesem freiwilligen Netzwerk gewerblicher Unternehmen in der EU angeschlossen und eine Version speziell für ihre Gemeinden ausgearbeitet. Die erfolgreiche Teilnahme wird mit dem Zertifikat „Grüner Gockel“ belohnt.

 

Rund zehn Prozent sind bislang dabei; zu wenig, wie die zuständige Referatsleiterin Helga Bauer befindet. Sie überreichte am Sonntag im Gottesdienst die Urkunde, die bestätigt, dass das erstmals im Jahr 2003 an die Gaildorfer verliehene Zertifikat weiterhin gültig ist.

 

Bewusst mit der Schöpfung Gottes umzugehen und dadurch Rohstoffe und Geld zu sparen, das ist die Kernaufgabe. Wasser, Licht, Heizung, Putzmittel, Lebensmittel – alles kommt auf den Prüfstand. Es seien kleine Schritte, die aber Sinn machen, so Helga Bauer, und viele Menschen könnten ihren Beitrag leisten, auch privat. Zwar sei die Gemeinde noch nicht perfekt, wohl aber auf dem richtigen Weg.

 

Umweltbewusstes Handeln fordere Zeit, Energie und Fantasie. Es bedürfe der Analyse, der Definitionen von Jahreszielen sowie einer detaillierten Dokumentation. Für diese umfangreiche Arbeit bedankte sich Helga Bauer bei allen Beteiligten mit winzigen Röschen. Außerdem hatte sie ein Schild im Gepäck, das fortan die Fassade oder eine Innenwand der Kirche schmücken kann.

 

Dekan Dr. Rainer Uhlmann hatte sich autorisiert und selbst die Urkunde der EU an die Kirchengemeinde überreicht. Karl-Dieter Diemer, Wilfried Tiedemann und Klaus Heer, die das Umweltteam bilden, erhielten zudem ein Körbchen mit Lebensmitteln aus „Fairem Handel“. Den Festakt umrahmte „Ohser Chor“, der mit „What a wonderful world“ oder dem Beatles-Song „Imagine“ eher ungewohnte aber sehr hörenswerte kirchenmusikalische Akzente setze.