Abend für Kirchengemeinderäte

Dekan Uwe Altenmüller lud in Zusammenarbeit mit dem Bezirksarbeitskreis Frauen (BAF) die Kirchengemeinderätinnen und -räte der Bezirksgemeinden zu einem Abend ins Gaildorfer Gemeindehaus ein. Die Veranstaltung diente dem besseren Kennenlernen, der Weiterbildung und war zudem als Dankeschön für das ehrenamtliche Engagement gedacht.

Pfarrerin Ursula Braxmaier, die sich im BAF engagiert, eröffnete den Abend mit einem geistlichen Impuls. Die Gemeindearbeit verglich sie darin mit dem Zubereiten eines Teigs. Denn auch hier gelte es, die Träume und Ideen unter die Menschen zu mischen und dann geduldig zu warten, bis etwas aufgeht. 

Dekan Uwe Altenmüller führte die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinden mittels einer Präsentation in die Struktur der Württembergischen Landeskirche ein - von der Ebene der Kirchengemeinden über die Dekanate und Prälaturen bis zur Landessynode und dem Oberkirchenrat. In diesen Zusammenhang hinein verortete er die Leitungsaufgabe des Kirchengemeinderatsgremiums und zeigte dessen Herausforderungen und Grenzen auf. 

Nach einem herzhaften Imbiss verteilten sich die Kirchengemeinderäte auf fünf Arbeitsgruppen, um intensiver miteinander arbeiten zu können. Pfarrer Rainer Zube beschäftigte sich zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner Gruppe mit den verschiedenen biblischen Vorstellungen von Gemeinde. Im Workshop von Birgit Schatz, Geschäftsführerin des Evangelischen Kreisbildungswerks Schwäbisch Hall (EKS), ging es um die wertvolle Mitarbeit von Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden. Dieter Krauß, Leiter der kirchlichen Verwaltungsstelle in Crailsheim, erläuterte Haushalts- und Finanzfragen. Cornelia Schneider vom BAF hatte sich das Thema „Sitzungskultur“ vorgenommen, und Dekan Uwe Altenmüller widmete sich der Frage, wie die Aufgaben Verwalten und Gestalten in ein gutes Verhältnis zueinander gebracht werden können. 

Zum Ausklang des Abends gab es noch einen unterhaltsamen Höhepunkt. Peter Schaal-Ahlers, Pfarrer und Kabarettist, war aus Esslingen angereist, um das ernste Thema der Leitungsverantwortung mit einer kräftigen Prise Humor aufzufrischen. Dazu trat er in verschiedenen Rollen auf. Als Mesner etwa erzählte er von Pfarrern, die „jede Woche eine neue Sau durchs Dorf treiben“. Letztlich aber sei ihm egal, welcher Pfarrer unter ihm diene. Er überlebe eh alle. Den Ehrenamtlichen riet er: „Kaufen Sie nie den Kuchen, den Sie selber zum Gemeindefest gespendet haben“.