Frühjahrssynode 2014

Zu ihrer konstruierenden Sitzung kam die Synode des evangelischen Kirchenbezirks in Gaildorf zusammen. Die Delegierten der 18 Kirchengemeinden hatten diesmal viele Wahlen zu absolvieren. Außerdem ließen sich die Bezirkssynodalen über den Diakonieverband Schwäbisch Hall informieren.

Konstituierende Sitzung

Am 1. Dezember des letzten Jahres hatten in der evangelischen Landeskirche in Württemberg die Wahlen für die Kirchengemeinderäte und die Landessynode stattgefunden. Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinden trafen sich nun in Gaildorf zur ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode.

 

 

Eröffnung mit Gottesdienst

Eröffnet wurde die Zusammenkunft mit einem Gottesdienst in der Gaildorfer Stadtkirche, der von Dekan Uwe Altenmüller und Schuldekan Kurt Schatz gestaltet wurde. In seiner Predigt ermunterte der Gaildorfer Dekan zu offenen Türen und niederen Schwellen in der Kirche.

Verabschiedung von Eberhard Schneider

Die weiteren Beratungen des Tages fanden im angrenzenden Gemeindehaus statt. Eberhard Schneider, der während der letzten sechs Jahre der Synode vorgestanden hatte, begrüßte die Synodalen zum letzten Mal in seiner Funktion als Vorsitzender. Aufgrund angestiegener beruflicher Belastungen stellte er sich nicht zur Wiederwahl. Dekan Uwe Altenmüller fiel die Verabschiedung sichtlich schwer. Schneider sei für ihn ein wichtiger Gesprächspartner gewesen. Durch die Art und Weise, wie er die Bezirkssynoden geleitet habe, habe er sich hohen Respekt erworben. Mit einem lang anhaltenden Applaus bekräftigten die Delegierten die Worte des Dekans. Der scheidende Vorsitzende wird jedoch der Synode weiter als Mitglied erhalten bleiben, denn als Vertreter der Prädikantenschaft wurde er zugewählt. Zugewählt wurde auch Margarete Nägele, die künftig die Bezirksfrauenarbeit in der Synode vertritt.

Herausforderungen und Aufgaben

Bevor die Versammlung zu den weiteren Wahlen schritt, skizzierte Dekan Altenmüller die Aufgaben und Herausforderungen in der neuen Wahlperiode. Nicht jede Kirchengemeinde müsse alles machen, wenn man im Bezirk gut zusammenarbeite. Es gehe darum, nachbarschaftlich miteinander unterwegs zu sein. Dazu müssten die Gemeinden aber mehr voneinander erfahren. Ein erster Schritt dazu sei der Abend für Kirchengemeinderäte am kommenden Freitag. Finanziell gehe es dem Kirchenbezirk gut, stellte Altenmüller fest. Eine wichtige Aufgabe bestehe aber darin, das geistliche Zusammenleben zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Kooperation mit den Kirchenbezirken des Landkreises Hall hält der Gaildorfer Dekan für unverzichtbar, damit die Kirche als gesellschaftliche Kraft wahrgenommen wird. Die Umsetzung des Pfarrplanes sieht Altenmüller als große Herausforderung, zumal der nächste Pfarrplan mit weiteren möglichen Stellenkürzungen bevorstehe. Der Kirchenbezirk müsse sich dafür einsetzen, dass die Pfarrstellen im Limpurger Land attraktiv bleiben.

Neuer gewählter Vorsitzender

Vielfältige Bezirksaufgaben galt es nach dieser Grundsatzrede des Dekans neu zu besetzen. Zunächst war ein neuer Vorsitzender zu wählen. Einstimmig entschied sich die Synode für Ralph Schröder aus Eutendorf. Mit seinem sympathischen Auftreten, seinen Erfahrungen im kirchlichen Bereich sowie als Schulleiter am Erasmus-Widmann-Gymnasium im Schulzentrum West von Schwäbisch Hall bringt er gute Voraussetzungen für seine neue Aufgaben mit. ich selbst beschreibt Schröder als einen „ganz normalen und verträglichen Zeitgenossen, der gerne bereit ist, seine Erfahrungen einzubringen.“

 

 

Der neue Kirchenbezirksausschuss

Von links nach rechts: Pfarrer Achim Ehring (Frickenhofen), Pfarrer Rainer Zube (Gaildorf), Schuldekan Kurt Schatz (Schwäbisch Hall; als beratendes Mitglied), Pfarrer Jochen Baumann (Gschwend), Hans-Jörg Scheufele(Gaildorf), Miriam Knödler (Gaildorf), Fritz Schleyerbach (Michelbach), Heiderose Riethmüller (Untersontheim), Manfred Köger (Mittelfischach), Ralph Schröder (gewählter Vorsitzender der Kirchenbezirkssynode, Eutendorf) und Dekan Uwe Altenmüller (Gaildorf). In Abwesenheit wurde Otto Saroos (Laufen) gewählt.

Eines der wichtigsten Gremien im Dekanat ist der Kirchenbezirksausschuss (KBA). Er lenkt vor allem die finanziellen Geschicke des Kirchenbezirks und übt die Dienstaufsicht über die Mitarbeiter des Kirchenbezirks aus. Mitglieder Kraft ihres Amtes sind die beiden Vorsitzenden der Bezirkssynode, Ralph Schröder und Dekan Uwe Altenmüller, Schuldekan Kurt Wolfgang Schatz (als beratendes Mitglied) sowie Kirchenbezirksrechner Karlheinz Stooß. In das Gremium gewählt wurden die Pfarrer Jochen Baumann (Gschwend), Achim Ehring (Frickenhofen) und Rainer Zube (Gaildorf). Als Nicht-Theologen wurden zu Mitgliedern des KBA gewählt: Miriam Knödler (Gaildorf), Manfred Köger (Mittelfischach), Heiderose Riethmüller (Untersontheim) Hans-Jörg Scheufele(Gaildorf), Fritz Schleyerbach (Michelbach), sowie in Abwesenheit Otto Saroos (Laufen).

Wahlmarathon

Schriftführer der Synode ist weiterhin Pfarrer Rainer Zube. Als Vertreter fungiert Pfarrer Günter Wagner aus Obergröningen. In den Diakonischen Bezirksausschuss wurden gewählt: Bärbel Hambalek, Barbara Lamloum, Annegret Maurer, Matthias Rebel, Otto Saroos und Frank Silbermann. Die Interessen des Kirchenbezirks im Kreisdiakonieverband sollen künftig vertreten: Pfarrerin Barbara Koch, Hans Heinrich Lübke, Matthias Rebel, Frank Silbermann. Außerdem galt es, noch Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie Bezirksvertreterinnen und -vertreter für diverse Besetzungsgremien und andere Aufgaben zu wählen.

Kreisdiakonieverband stellt sich vor

Nach diesem Wahlmarathon, der Voraussetzung für einen handlungsfähigen Kirchenbezirk in den nächsten sechs Jahren ist, informierten Geschäftsführer Wolfgang Engel, Andrea Malich und Petra Zott über die Arbeit des Diakonieverbands Schwäbisch Hall. Trotz der fortgerückten Stunde verstanden sie es durch eine lebendige Präsentation, die nötige Aufmerksamkeit für diesen wichtigen Arbeitszweig der Kirche zu gewinnen.