Kirchenbezirkstag 2014 - Bericht

Unter dem Motto „Aufstehn - aufeinander zugehn“ feierten in Gaildorf evangelische Christinnen und Christen aus den Dekanatsgemeinden einen bunten Kirchenbezirkstag. Dieser stand ganz unter dem Zeichen der Diakonie. 

Zu Beginn fand im Garten des Graf-Pückler-Heims unter teils noch blauem Himmel ein feierlicher Gottesdienst statt. Er wurde von Pfarrerin Barbara Koch und einem Team sowie Bläserinnen und Bläsern aus dem Kirchenbezirk unter Leitung von Christa Brenner und Karl Diemer gestaltet. Für Barbara Koch war es der letzte Gottesdienst, den sie in ihrer Funktion als Diakoniepfarrerin des Dekanats durchführte, denn sie wechselt auf September nach Altshausen in Oberschwaben. Ihre Ansprache begann sie mit dem Zitat einer Inderin: „Jeden Mittag um Zwölf in der Mittagshitze kommt Gott zu mir in der Gestalt von 200 Gramm Haferbrei." Daran anknüpfend entfaltete sie verschiedene Möglichkeiten, wie Gott zu Menschen durch menschliche Zuwendung kommen kann. Dekan Uwe Altenmüller meinte in seinem Schlusswort im Blick auf den Kirchenbezirkstag: „Ich bin stolz auf unseren Kirchenbezirk, dass so etwas wie heute möglich ist.“ 

Parallel zum Gottesdienst für Erwachsene fand auf dem Hof der Stadtschule ein Kindergottesdienst statt, den Pfarrerin Ursula Braxmaier zusammen mit einem Team und viel Kreativität durchführte. 

Nach den gottesdienstlichen Feiern stand für die zahlreichen Besucher der Speisesaal des Graf-Gottfried-Stifts zum Mittagessen offen. Auch am Stand der Süddeutsche Gemeinschaft konnte man sich stärken. 

  

Infostände der Gruppe „Frauen aus aller Welt“, des Samariterstifts, des Evangelischen Jugendwerks sowie des evangelischen Schulzentrums in Michelbach luden zudem zum Verweilen ein. Ein attraktives Programm für Kinder und Jugendliche mit einem Stadtspiel, Fußball, Volleyball und Indiaka hatte das Evangelische Jugendwerk unter Federführung von Jugendreferent Daniel Veit auf die Beine gestellt. 

Ein Highlight des Tages waren die „Diakonischen Spaziergänge“. Sie führten in die Turmstuben der Stadtkirche zu einer Ausstellung über die Geschichte der Gaildorfer Krankenpflege, zu diakonischen Einrichtungen wie dem Treffpunkt „Kauf und Rat“, dem „Diakonielädle“, der Außenstelle des Diakonieverbandes Schwäbisch Hall oder der Tagesförderstätte des Sonnenhofs in den Dorfgärten. Auch die Infostände auf dem Gelände des Graf-Pückler-Heims sowie der Andachtsraum des Pflegestifts waren Anlaufstellen.

An den Stationen der „Diakonischen Spaziergänge“ warteten jeweils sachkundige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um in die Arbeit der Einrichtungen einzuführen. So konnte man im Treffpunkt „Kauf und Rat“ von Petra Zott erfahren, wie der Tafelladen organisiert wird und welche Voraussetzungen für den Einkauf dort bestehen. Die Besucher erhielten aber auch einen Einblick, mit welchen finanziellen Mitteln die Bezieher von „Harz IV“ auskommen müssen und welche Beratungsmöglichkeiten im Treffpunkt bestehen. 

Im Andachtsraum des Pflegestifts berichtete Matthias Rebel, geschäftsführender Vorstand der Graf-Pückler-Stiftung, über das Projekt „Vom Baum zum Altar“. Bei diesem Projekt war der Andachtsraum mit einem Altar des Tübinger Künstlers Martin Burchrad ausgestattet worden. 

Wer müde, hungrig und durstig beim Spazierengehen wurde, konnte in der Tagesförderstätte des Sonnenhofes bei Kaffee und Kuchen neue Kraft schöpfen. Dafür sorgten die Schwestern der Sozialstation sowie viele Kuchen, die aus dem ganzen Kirchenbezirk gespendet worden waren.

Den Abschluss des Kirchenbezirkstages bildete ein Jugendgottesdienst, den Jugendreferentin Melanie Hackenjos zusammen mit Jugendlichen vorbereitet hatte. Neben vielen neuen Liedern, einem Anspiel und einer Predigt wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freizeiten ausgesandt. Außerdem wurde Rouwen Zwirner verabschiedet, der im Jugendwerk sein freiwilliges soziales Jahr abgeleistet hatte.