Verabscheidung von Jugendreferent Daniel Veit

Mit einem großen Fest verabschiedeten der Evangelische Kirchenbezirk Gaildorf und das Evangelische Jugendwerk (EJW) Gaildorf ihren bisherigen Jugendreferenten Daniel Veit. Der wechselt nach fast sieben Jahren Tätigkeit im hiesigen Dekanat zum EJW Schwäbisch Hall, wo er eine leitende Stelle antreten wird.

Begonnen hatte die Verabschiedung mit einem Gottesdienst in der Gaildorfer Stadtkirche. Angesichts der zu Ende gehenden Epihaniaszeit stand die jugendgottesdienstlich geprägte Feier unter dem Motto „Licht“. „Was gibt’s denn da zu feiern, wenn unser Daniel geht?“, fragte Dekan Uwe Altenmüller zu Beginn. Und schmunzelnd fügte er hinzu: “... zumal nach Schwäbisch Hall“. Dabei spielte er vermutlich auf die historischen Streitereien zwischen der alten Reichsstadt und den Schenken von Limpurg an, aber auch auf die immer wieder aufkommenden Ambitionen des Haller Kirchenbezirks, mit dem Gaildorfer Dekanat zu fusionieren. Anlass zum Feiern gab es nach Uwe Altenmüller jedoch schon deshalb, weil die zurückliegende Wirksamkeit von Jugendreferent Veit viel Grund zum Danken gibt. Veit habe eine ganze Reihe von wertvollen Neuerungen in den Bezirk eingebracht. Als Beispiele hob er die Konfirmandentage und das Trainee-Programm hervor, die Daniel Veit maßgeblich mitinitiiert hat. Einen weiteren Grund zum Feiern sah der Dekan darin, dass Daniel Veit in seiner Funktion als Jugendreferent ein Botschafter des „Fests des Glaubens“ ist. In einer Dialogpredigt der beiden zum Thema „Licht“ betonte Daniel Veit, dass es ihm immer darauf angekommen ist, die Arbeit des Jugendwerks in die Gemeinden zu tragen und den Verkündigungsauftrag nicht aus dem Blick zu verlieren. Nach dem Auftrag von Jesus sollen Christen Licht in der Welt sein. Für den scheidenden Jugendreferenten heißt dies auch, Kinder durch den Glauben so zu stärken, dass sie in der Welt bestehen können. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Christa Brenner an der Orgel sowie von der Band „Inspired“ gestaltet. Außerdem wirkten zahlreiche Jugendliche bei der Liturgie mit.

An den Festgottesdienst schloss sich ein Stehempfang im Anbau der Stadtkirche mit mehreren Grußworten an. Elke Weller, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) dankte Daniel Veit für dessen Engagement in dem Gremium und bescheinigte ihm im Blick auf seine Tatkraft Siebenmeilenstiefel. René Wahl, erster Vorsitzender im Bezirksarbeitskreis, der die Arbeit des EJW Gaildorf verantwortet, veranschaulichte das breite Spektrum der Wirksamkeit von Daniel Veit. Dies reichte von den Freizeiten, Grundkursen für Mitarbeiter über die Homepage des Jugendwerks bis hin zum TeamParcours Eichwald und zum Schülercafé „Treff“. Daniel Veit habe bei seiner Arbeit immer ganz viel Aufgeschlossenheit und Bereitschaft für Neues gezeigt. Dekan Uwe Altenmüller bedankte sich bei Daniel Veits Frau Nina dafür, dass sie die Arbeit ihres Mannes stets mitgetragen und sich selbst in die Arbeit des Jugendwerks eingebracht hat. Daniel Veit hob in seiner Abschiedsrede hervor, dass alle Gremien des Kirchenbezirks stets Offenheit für die Arbeit des Jugendwerks bewiesen und die Jugendarbeit auch mit genügend Geld ausgestattet hätten. Und er fügte hinzu: „Es war fast wie im Traum, mit den Verantwortlichen zusammenzuarbeiten. Das hat die Arbeit leicht gemacht“. Auch wenn er den Stellenwechsel selbst so gewollt hatte, so merkte man ihm doch an, dass der Abschied ihm nicht leicht fällt. „Irgendwie ist es schon ein bisschen hart“, meinte er.

Im Gemeindehaus war schließlich noch ein festliches Abendessen für Daniel Veit und alle Gäste angerichtet. In diesem Rahmen überreichte das Jugendwerk auch das Abschiedsgeschenk an die Veits: Zwei Liegestühle zum Entspannen. Eine Bildershow mit Schnappschüssen aus sieben Jahren Wirksamkeit schloss das offizielle Verabschiedungsprogramm ab. Wer wollte, konnte den Abend dann noch mit einer 90er Party im Schülercafé „Treff“ ausklingen lassen.

Fotos und Text: Andreas Balko