Rottalgottesdienst: Kirche 2030

Die Kirchengemeinden des Rottals feierten am Pfingstmontag einen fröhlichen ökumenischen Gottesdienst unter strahlend blauem Himmel. Das Motto lautete „Kirche 2030“.

Über 150 Gläubige strömten zur Streuobstwiese neben der Kirche „Zu unserer lieben Frauen“ in Münster. Pavillons boten den Besuchern Schutz vor der Sonne.

 

Die Pfarrerinnen Ursula Braxmaier und Barbara Koch sowie Pfarrer Andreas Balko und Pater Tomy Thomas führten eine humorvolle Spielszene auf. Dabei ging es um die Frage, wie die Kirche im Jahr 2030 aussehen könnte. Die Akteure entwarfen ein Zukunftsbild, bei dem sich die Kirche marktwirtschaftlichen Grundsätzen angepasst hat. Kirchenmitglieder wurden zu Kunden, die ihr Glaubensleben in einer Art Baukastensystem selbst zusammenstellen konnten. Statt Kirchensteuern zu erheben, wurden Basis-Pakete, Zusatzmodule und eine Flatrate angeboten. In seiner Kurzansprache entwarf

 

Pfarrer Andreas Balko ein Gegenbild. Er warb dafür, von einer Kirche zu träumen, in der die Mitglieder eine Gemeinschaft von unterschiedlichen Menschen bilden, die zusammen freudig ihren Glauben leben, sich gegenseitig ergänzen und ihre Begabungen gerne einbringen. Um diesen Traum zu verwirklichen, gelte es, sich neu auf Gott als Mitte der Gemeinschaft zu besinnen.

 

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Posaunenchören der Rottalgemeinden unter Leitung von Bernd Scheiderer. 

Nach dem Ende der Feier blieben noch einige Familien, um gemeinsam in gemütlicher Runde Mittag zu essen.