Gottesdienst beim Frühlingsfest des MVO

Am 1. Juni beteiligte sich unsere Kirchengemeinde mit einem Gottesdienst am Frühlingsfest des Musikvereins Oberrot. Der Gottesdienst unter freiem Himmel beim Festplatz an der Kultur- und Festhalle wurde gemeinsam vom Musikverein Oberrot unter Leitung von Siegmar Dierolf, von Vikarin Miriam Haar, Pfarrer Andreas Balko und der Kinderkirche gestaltet.

Dabei ging es um die Frage, ob Töne etwas bewegen und verändern können. Als biblisches Beispiel erzählte Pfarrer Andreas Balko die Geschichte von der Eroberung Jerichos. Die Mauern dieser Stadt waren allein durch den Klang der Widderhörner und der Stimmen der Israeliten zu Fall gebracht worden. Immer, wenn in der Erzählung vom Hörnerklang die Rede war, spielten die Instrumentalisten je einen Ton, den sie sich selber auswählen konnten. Dazuhin waren die Gottesdienstbesucher aufgefordert, an der entsprechenden Stelle ihre Stimmen einzubringen. Die anwesenden Kinder stellten die Stadtmauer dar. In seiner Ansprache verknüpfte Pfarrer Balko die alte biblische Legende mit dem schwedischen Film „Wie im Himmel“. Auch in diesem Filmwerk kommen Mauern zwischen Menschen zu Fall, indem die Mitglieder eines Kirchenchores zu ihrem eigenen Ton finden. Pfarrer Balko nahm dies als Bild dafür, dass es darauf ankomme, seinen je eigenen Wesenskern zu finden. Dies sei Voraussetzung dafür, dass Mauern zu Fall kommen und Menschen zueinanderfinden können.

Die Kinderkirche Oberrot stellte außerdem ihr Opferprojekt vor, mit dem sie Kinder in den Elendsvierteln des Fußball-WM Gastgeberlandes Brasilien unterstützt, und trug dazu ein Lied vor. Für das Einsammeln des Opfers hatten die Jungs und Mädchen eigens Opferbüchsen gebastelt.

Zum Schluss begeisterte der Musikverein, der schon die Gemeindelieder schwungvoll begleitet hatte, mit der Darbietung von „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“.