Was ist fair? Weltgebetstag 2017

Der Weltgebetstag am ersten Freitag im März ist jedes Jahr ein ökumenischer Höhepunkt im Leben unserer Gemeinde und unserer katholischen Schwestergemeinde. Bereits Wochen vor dem Ereignis informiert sich der Vorbereitungskreis gründlich über das jeweilige Weltgebetstagsland, aus dem die Liturgie kommt. Dies ist jedes Jahr ein anderes Land. In diesem Jahr waren es die Philippinen..

Der ökumenische Vorbereitungskreis hatte am 20. Februar mit viel Liebe und Fantasie einen Philippinenabend im Gemeindehaus gestaltet, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen war. An dem Abend erfuhren die zahlreichen Besucherinnen viel Wissenswertes über das Land und seine Menschen. Die Philippinen sind ein katholisch geprägtes Land mit 7.107 Inseln. Auf dem Archipel im Pazifischen Ozean finden sich neben Naturschönheiten und Weltkulturerbe auch zerstörerische Naturgewalten, interne Konflikte und von Menschen verantwortete Umweltkatastrophen. Trotz Ressourcenreichtums herrscht eine krasse Ungleichheit, die zurückgeht bis in die spanische Kolonialzeit. Wohlstand, Macht und Einfluss konzentrieren sich auf wenige Familienclans. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Umweltschutz, Landreformen oder die indigene Bevölkerung engagiert, lebt oft gefährlich – und das schon lange vor Amtsantritt des umstrittenen Präsidenten Duterte im Jahr 2016.

Am 3. März haben wir in der Pfarrkirche St. Michael in Hausen den Weltgebetstag gefeiert. Das engagierte Team hatte den ökumenischen Gottesdienst vorbereitet und dabei viele weitere Frauen für die Durchführung mit einbezogen. So entstand ein liebevoll gestalteter, abwechslungsreicher Gottesdienst mit vielen schwungvollen Liedern. Im Fokus stand das Thema des diesjährigen Weltgebetstags „Was ist denn fair“.

Beim Gottesdienst in Hausen sind stolze 936,82 für die Projekte des Weltgebetstags zusammengekommen. Vielen Dank für dieses tolle Ergebnis. Der Weltgebetstag unterstützt z. B. Frauen auf den Philippinen beim ökologischen Anbau. So geraten sie nicht in Abhängigkeit von großen Saatgutproduzenten, bewahren das kulturelle Erbe der Philippinen, haben ein eigenes Einkommen und sind Gewalt nicht hilflos ausgeliefert.