Chorgewölbe

Das Chorgewölbe

Ein besonderes Kleinod stellen die Deckenmalereien im Chor der Bonifatius-Kirche dar. Entstanden sind sie im Zug der "Generalsanierung" unter Architekt Heinrich Dolmetsch . A. Stechert hat sie größtenteils in Freihandmalerei ausgeführt.

 

In den 50iger Jahren fielen sie fast der "Modernisierung" durch Architekt Stenzel zum Opfer. Durch Intervention von Pfarrer Kull konnten Sie jedoch gerettet werden: "Ich bin erneut vom Kirchengemeinderat und von vielen Gemeindegliedern gebeten worden, dafür besorgt zu sein, die Deckenmalereien im Chor zu erhalten ... Mag der künstlerische Wert der Malereien gering sein, so ist dieser Bildschmuck meines Erachtens doch noch weit besser als gar keiner ..."

 

Versuche in den 50iger Jahren, die Gemälde von der dicken Rußschicht, die sie überzog, zu befreien, schlugen damals fehl. Seit der letzten Renovierung in den Jahren 1992-1994 strahlen sie jedoch wieder in neuem Glanz.

Konzipiert sind die Gemälde als "Abglanz" des Paradieses. Sie beginnen mit einem Fries, auf dem feuerspeiende Drachen aufgemalt sind. Sie stellen die Urtiere dar. Danach folgt ein Streifen mit Mineralien, den Urbausteinen des Lebens. Tiere, die im feuchten Bereich beheimatet sind oder im Wasser leben wie Quallen, Seesterne und Korallen bilden einen weiteren Abschnitt, gefolgt von einem Fries mit Fischen. Den breitesten Raum nehmen darauf hin Malereien mit biblischen Szenen ein. Dabei hat der Maler auch eine reiche Vielfalt von Insekten dargestellt. Über diesen Motiven finden sich Vögel, Wolken und der Sternenhimmel mit Mond und Sonne. In der Mitte ist in einem großen Strahlenkranz das Christusmonogramm dargestellt, Hinweis darauf, dass Jesus die Krönung der Schöpfung ist.